Förderung der KI-Kompetenzen und Weiterbildung für KI-Betroffene gefordert

Zwei parlamentarische Initiativen und ein Vorstoss betreffen die Weiterbildung, um die KI-Kompetenz zu fördern. Die Weiterbildung im Arbeitslosenversicherungsgesetz verankert werden.

Estelle Revaz (SP) hat im Dezember 2024 eine parlamentarische Initiative eingereicht unter dem Titel «Recht auf Weiterbildung für Menschen, deren Stelle erheblich von KI betroffen ist zur Anpassung an den technologischen Fortschritt oder zur beruflichen Neuorientierung».

Sie verlangt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Stelle erheblich von künstlicher Intelligenz (KI) betroffen ist, ein Recht auf eine Weiterbildung erhalten. Dies soll mit einem rechtlichen Rahmen gewährleistet werden. Die Weiterbildung ermögliche es, sich den technologischen Fortschritt anzupassen oder sich beruflich neu zu orientieren. Die OECD betone die Wichtigkeit von Weiterbildung und beruflicher Neuorientierung für die Vorbereitung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf ein Umfeld, das von KI dominiert ist, schreibt Revaz. Man müsse diesbezüglich vorausschauen und nicht abwarten. Sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht sei dies gerechtfertigt.

Ebenfalls auf KI zielt das Postulat von Mitte-Nationalrat Dominik Blunschy: Um die KI-Kompetenzen der Bevölkerung zu fördern, fordert er arbeitsmarktnahe Massnahmen. Der Bundesrat soll darum in einem Bericht aufzeigen, wie eine «umfassende Offensive zur Förderung von KI-Kompetenzen für die Erwerbsbevölkerung gestaltet werden» könne. Dabei soll er die Möglichkeiten für die verschiedenen Bildungs- und Funktionsstufen beleuchten und auch die Schnittstellen zur formalen Bildung und arbeitsmarktlichen Massnahmen.

Ziel sei es, dringend notwendige, arbeitsmarktnahe Massnahmen zur Förderung relevanter KI-Kompetenzen, unter Berücksichtigung der aktuellen Zuständigkeiten, aufzuzeigen.

«Ohne rasches Handeln droht ein erheblicher Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherheit», schreibt Blunschy. Der Bund müsse beim transversalen Bildungsthema Digitalisierung seine unterstützende und koordinierende Rolle in der Weiterbildung auch über die Grundkompetenzen hinaus wahrnehmen und KI-Kompetenzen für die Erwerbsbevölkerung als Wissensoffensive koordinieren.